HOME
     
  ARBEITSFORMEN
     
    1. Salon
     
    2. Salon
     
    Fachtagung
     
      Programm
      Workshops
      Informationen
      Presse
     
     
  NETZWERK
     
  IMPRESSUM
     
  DATENSCHUTZ
         
   
         
   

Mit Lust und Köpfchen auswählen, was bekommt und schmeckt

Kinder und Jugendliche brauchen Kenntnisse und Orientierungshilfen, um sich in der schönen bunten Welt der Lebensmittelvielfalt entscheiden zu können. Sie benötigen Anleitung zum Erwerb von Fertigkeiten für ein genussvolles und gesunderhaltendes Essen und Trinken. Heranwachsende benötigen Wissen über die Gestaltung einer gesundheitsförderlichen Ernährung, über die Herkunft, Erzeugung und Verarbeitung, sowie die soziale und kulturelle Bedeutung der Nahrung. Dazu gehören auch küchentechnische Grundkenntnisse, damit Kinder und Jugendliche nach ihren altersentsprechenden Möglichkeiten befähigt werden, sich gesund, abwechslungsreich und eigenständig zu versorgen.

Diese Aufgabe können Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer alleine realistischer Weise nicht erfüllen. Es bedarf hierzu der Unterstützung der Gesellschaft in all ihren Teilen und der Vernetzung möglichst vieler Akteure. Dazu möchte die Fachtagung ihren Beitrag leisten.
Mit der Fachtagung sollen die Aktivitäten in Kiten und Schulen eine Plattform bekommen, ihre Angebote und Erfahrungen einem größeren Personenkreis präsentieren zu können. Sie dient der Motivation interessierter Personen und Institutionen, um selber aktiv zu werden, und sie will den Austausch mit den Aktiven ermöglichen.

Das Spektrum der Workshops zeigt unterschiedlichste Angebote von der Kita bis zur Sekundarstufe II, von ganzheitlichen Gesundheitsprojekten bis zum Ernährungskonzept einzelner Kindertageseinrichtungen, Projekte aus der Gemeinschaftsverpflegung an Schulen, es werden Schulungsangebote zum Thema ökologischer Landbau als Klassenaufenthalt und Materialien für die pädagogische Arbeit präsentiert.
Viele pädagogische Zugänge zum Thema Essen, Ernährung und Nahrung zeigen die Fülle an Informationen und erlebnisorientiertem Lernen, das die besondere Qualität der Ernährungsbildung ausmacht.

Hierzu einige Beispiele aus dem Workshop Programm:

Integration am Esstisch – Umgang mit kulturellen und armutsbedingten Herausforderungen
Gemeinschaftsworkshop: Zwei Kindertageseinrichtungen (Kiten) aus Wedel und die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zeigen Möglichkeiten, wie Kinder unabhängig vom finanziellen Status oder kultureller Herkunft gemeinsam essen (lernen).

Die Kiten bieten in ihrem „Kinder-Restaurant“ eine möglichst freie Zeitwahl der Mahlzeiten und eine vielfältige Auswahl an Lebensmittel und Getränken. So können Kinder und auch die ErzieherInnen weitgehend frei entscheiden, wann und was sie essen wollen. Die Kinder lernen, sich ausgewogen zu ernähren, erleben das Essen als soziales Miteinander, nutzen die Mahlzeit zur Kommunikation und die erleben die Esskultur anderer Kinder.

Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, Bunte Esskultur in Kitas
Ab Sommer 2007 wird ein Praxis-Handbuch für Kindertageseinrichtungen mit hohem Anteil an Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligten Familien herauskommen. Pädagogische Mitarbeiter, Eltern und Kinder lernen gemeinsam landestypische Essgewohnheiten im „kostbaren“ Rahmen kennen. Gesunde Ernährung wird spielerisch und genussvoll vermittelt. Die kulturelle Vielfalt wird als Bereicherung vermittelt.
Durch Schulungsmaßnahmen für ErzieherInnen wird den Kitas das nötige Handwerkzeug zur Durchführung des Projektes an die Hand geben.

Mit allen/Für alle – Verpflegungsangebote an Schulen
Die Realschule Süderbrarup präsentiert eine Möglichkeit, Schüler und Schülerinnen in das Konzept einer gesunden Ernährung mit einzubeziehen.
An 3 Tagen in der Woche, an denen Nachmittagsangebote statt finden, gibt es für Schüler/innen und Lehrkräfte ein vollwertiges Mittagessen, zubereitet von Schülern. Dabei wird nicht nur auf Vielfalt, Gesundheit und Hygiene geachtet, sondern auch bewusst eine allgemein gültige Tischkultur gepflegt.
Montags und Mittwochs kochen Schüler/innen im Rahmen eines Wahlpflichtkurses, in dem sowohl Grundlagen einer vernünftigen Ernährung, als auch Kochtechniken vermittelt werden. Im Unterschied zur früheren Haushaltslehre wird über diesen Kurs ein großer Teil des Verpflegungsangebots der Ganztagsschule abgedeckt (70 Portionen). Neben Einkauf, Zubereitung und Kassieren liegt auch die Abrechnung in Schülerhand.


Esswerkstätten – Selbstgemachtes im Unterricht

Gemeinschaftsworkshop: Universität Flensburg, Fachfrauen für Ernährung
REVIS – Mobile Esswerkstatt, Universität Flensburg
Die im Rahmen des Forschungsprojektes REVIS (Reform in der Ernährungs- und Verbraucherbildung an allgemeinbildenden Schulen) entwickelte Mobile Esswerkstatt bietet Möglichkeiten des fachpraktischen Arbeitens, das ein wichtiges Potential für die Ernährungs- und Verbraucherbildung darstellt. Insbesondere an Schulen, in denen der Fachraum „Schulküche“ fehlt, hat sich eine einfache und kostengünstige Lösung über die Mobile Esswerkstatt ergeben. Wie universell dieses Gerät einsetzbar ist, wird in einem Workshop demonstriert.

Ernährung in der offenen Ganztagsschule, Fachfrauen für Ernährung
Mit Ihrem Konzept „Kochen macht Spaß“ bieten die Fachfrauen für Ernährung eine Möglichkeit für Kinder von 10-12 Jahren in der offenen Ganztagsschule an. Die Kinder lernen den richtigen Umgang mit Lebensmitteln, hygienische Grundlagen und Küchentechniken kennen. Sie erleben, dass die zubereitete, gesunde Ernährung sehr gut schmecken kann.

Leibeslust – Lebenslust
Prävention von Übergewicht und Essstörungen durch Ernährung, Bewegung und Entspannung für Kiten und Schulen

Ein von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. und der DGE initiiertes Programm, das Kinder zu eigenverantwortlichem und ungezwungenem Essverhalten ermutigt. Die Kinder lernen, mit ihren Sinnen zu arbeiten und ihren Körper wahrzunehmen. Weitere Projektteile sind die Schulung der MitarbeiterInnen der Einrichtungen und die Einbeziehung der Eltern/ Erziehungsberechtigten durch Informationen und gemeinsame Eltern-Kind-Aktionen.

Aber nur zufriedene Multiplikatoren können engagiert und mit Freude arbeiten, und so bietet die Fachtagung auch einen Vortrag und zwei Workshops für die eigene gesundheitsfördernde Lebensgestaltung: Aktives Zeitmanagement und Motivation zur Lebensstiländerung

Auf dem Markt der Möglichkeiten wird eingeladen zum Sammeln von Informationen und zum regen Austausch mit Fachleuten aus der landwirtschaftlichen Erzeugung, den Kneipp-Kindergärten im Kreis Schleswig-Flensburg, des Konzeptes MIMI: Gesundheitsförderung mit Migranten für Migranten, der DGE Sektion SH mit „Optikids“, des Ökomarktes mit dem Projekt „Bio für Kinder – gutes Essen in Kita und Schule“, Lernort Bauernhof, aid Projekt Ökolandbau, Nussjagd in SH und vielen anderen mehr.